Êzîden im 21. Jahrhundert – Die gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Partizipation und Transparenz sind die Basis für deren nachhaltige Lösung

Migration in den westlichen Ländern, Vertreibung und Flucht der Êzîden aus Afrin, Shingal, Shêxan und Jeezire, Genozid in Shingal und Missführung des êzîdischen Volkes – diese Themen stellen einen Ausschnitt der größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit dar. Bisherige Lösungsansätze stoßen immer mehr an ihre Grenzen. Neue Denkweisen, transformative Visionen und gemeinwohlorientierte Verfahren müssen für diese komplexen Probleme entwickelt werden, um zu nachhaltigen Lösungen zu kommen. Dabei sind Partizipation und Transparenz elementare Bestandteile.

Mit Unterstützung des Zentralrates der Êzîden in Deutschland (ZÊD) wird im Oktober 2021 eine wichtige Konferenz stattfinden, bei der es um zwei wichtige Themen gehen wird: Zum einen sollen unsere religiösen Gelehrte über die theologischen Fragen diskutieren und gegebenenfalls Lösungsansätze erarbeiten. Hierbei geht es insbesondere darum, wie wir als Volk in Zukunft unsere Religion ausüben können.

Nicht minder wichtig sind die gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Êzîden in Deutschland. Gesellschaftspolitiker unseres Volkes aus allen Schichten und Regionen sollten die Möglichkeiten bekommen, über die Chancen und Risiken einer modernen Gesellschaft zu diskutieren. Hierbei soll es um die Frage gehen, wo stehen wir als Volk und wie sollen wir uns in Zukunft gesellschaftspolitisch organisieren. Auch sie sollten im Optimalfall Lösungsansätze erarbeiten können, auf die wir in Zukunft aufbauen können.

Die Erwartung der Mehrheitsgesellschaft und der Politik der Bundesrepublik Deutschaland aber auch die Erwartung unseres Volkes, insbesondere der Jugend ist unmissverständlich: Sie wollen, dass unsere Strukturen sich professionalisieren, Antworten auf die komplexen Fragen haben und besonders unsere Gesellschaft moderner und transparenter gestalten. Niemand erwartet von uns Assimilation, im Gegenteil: wir können mit unserer Kultur, Religion und Lebensphilosophie auch für die Mehrheitsgesellschaft eine Bereicherung sein. Diese müssen allerdings artikuliert werden.

Auch wenn wir mit der groben Planung begonnen haben, so möchten wir ausdrücklich jeden dazu herzlich einladen, sich bei der Planung und Gestaltung einzubringen. Mit der Transparenz möchten wir vorangehen und schon die Planung und Gestaltung offener Gestalten. Insbesondere Vertreterinnen und Vertreter êzîdischer Organisationen sind hier gefordert sich einzubringen. Auch einzelne, die sich dazu berufen fühlen als Experten einen Beitrag leisten zu können, sollten sich gerne bei uns melden. Die Kommunikationssprache kann fast beliebig sein. Gerne können Sie uns auf Deutsch, Russisch, Englisch, Arabisch, Türkisch oder Kurmanji anschreiben.

Wir bitten freundlichst um Kontaktaufnahme:
Shêx Ali Shêx Saydo alirasho@yahoo.de
Mir faxir Mahmud seydo beg sido66@outlook.de
Dr. Irfan Ortac irfanortac@gmx.de